DG PARO Jahrestagung 2021

Unser Programm im Detail

Entdecken Sie unser vielseitiges Vortrags-Angebot zum Thema Leitlinien und Therapiestufen bei der DG PARO Jahrestagung.

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Wissenschaftliches Hauptprogramm

Wissenschaftliches Hauptprogramm

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Søren Jepsen, Moritz Kebschull, Christof Dörfer, Thomas Dietrich, Stefanie Kretschmar, Adrian Kasaj, Yvonne Jockel-Schneider

Hintergrund und Konzept der Leitlinien - Therapie der Parodontitis Stadien I-III

Klassifikation und Diagnose parodontaler Erkrankungen und Zustände, Leitlinien für die tägliche Praxis

Step-by-step zur individuellen Diagnose

Kann sich das Stadium und der Grad der Parodontitis durch meine Therapie ändern? Kann ich eine differenziertere Diagnose stellen – z.B. „lokalisiertes Stadium IV“ bei „generalisiertem Stadium II Parodontitis“? Kann ich die parodonale Therapie abkürzen und direkt nach Stufe 1 in die Stufe 3 übergehen?

In Søren Jepsens Vortrag erfahren Sie alles über den Weg zur Diagnose und die schrittweise Therapie der Parodontitis vom Erstkontakt bis zur UPT.

 

Von der Forschung in die Praxis

Moritz Kebschul wird in seinem Vortrag erklären, wie die 62 klinischen Schlüsselempfehlungen der neuen Parodontitis-Leitlinie entstanden sind: Auf Basis einer systematischen Analyse und Bewertung der verfügbaren Literatur haben klinische Experten aus allen wesentlichen Bereichen, die von der Leitlinie berührt werden, ihren kombinierten klinischen gesunden Menschenverstand eingesetzt, um gesicherte, evidenzbasierte, aber auch praxisrelevante und durchführbare Empfehlungen zu formulieren. In der deutschen Bearbeitung der Leitlinie wurde so alle 62 Empfehlungen auf die konkrete Anwendbarkeit im deutschen Gesundheitssystem überprüft und ggf. angepasst.

Erste Stufe der Parodontitistherapie

Systemische Therapiephase: Risikofaktoren, Mundhygieneinstruktion und -motivation, supragingivale Instrumentierung

Bürste, Zahnpasta & Co. – Mundhygiene ist nicht alles, aber ohne ist alles nichts!

Christof Dörfer

Scaler, Polierer & Co. – nur Elimination lokaler Risikofaktoren?

Der Vortrag von Thomas Dietrich behandelt die Stufe 1 der Parodontaltherapie und fokussiert hier insbesondere auf die Kontrolle von parodontalen Risikofaktoren. In diesem Zusammenhang wird auch erörtert, wieviel Evidenz für eine Implementierung gefordert werden muß, und wieviel Evidenz in der Zukunft zu erwarten ist.

Zweite Stufe der Parodontitistherapie

Antiinfektiöse Therapiephase: Subgingivale Instrumentierung, adjuvante Therapieverfahren und Medikamente

Kürette, Schall & Co. – eine Kontrolle des Biofilms

Die Leitlinien sind nicht nur eine hervorragende, evidenzbasierte Orientierung für unser Tun; sie liefern indirekt ein schlüssiges Praxiskonzept. Dieses wird Stefanie Kretschmar facettenreich mithilfe der Leitlinien für die zweite Therapiestufe präsentieren und aufzeigen, wie viel man mit doch recht einfachen Mitteln bewirken kann und wo man mit der zweiten Therapiestufe an Grenzen stößt.

Laser, Farbe & Co. – hilft viel immer viel?

Im Rahmen der zweiten Therapiestufe stehen dem Behandler neben der klassischen subgingivalen Instrumentierung heutzutage auch eine Vielzahl an adjuvanten Therapiemaßnahmen zur Verfügung. Hierzu zählen zum Beispiel der Einsatz von Antiseptika, Antibiotika, Immunmodulatoren oder verschiedenen Lasersystemen. Das Ziel dieser adjuvanten Maßnahmen ist eine klinisch relevante Verbesserung der Behandlungsresultate nach subgingivaler Instrumentierung. Dieser Vortrag von Adrian Kasaj beleuchtet, basierend auf der vorliegenden Evidenz, den potentiellen klinischen Nutzen der adjuvanten Therapiemaßnahmen bei der zweiten Stufe der Parodontitistherapie.

Pillen, Statine & Co. – kann man an der Entzündung drehen? 

Unter Punkt 5.3 sind in der Leitlinie die immunmodulatorisch wirksamen Adjuvantien, die in der zweiten Stufe der Parodontitistherapie zusätzlich zur subgingivalen Instrumentierung eingesetzt werden können, zu finden.

Hierzu zählen die lokale Verwendung von Statinen oder Metformin, die systemische oder lokale Anwendung von Bisphosphonaten oder nichtsteroidaler antiinflammatorischer Medikamente und die systemische (orale) Verwendung von Probiotika, subantimikrobiellen Doxycyclins oder Omega-3-Fettsäuren.

Der Vortrag von Yvonne Jockel-Schneider stellt die wissenschaftlichen Hintergründe der angewandten Maßnahmen, sowie deren konsentiert beschlossene, evidenzbasierte Empfehlungen für den klinischen Praxisalltag vor.

 

Lokale oder systemische Antibiotika – wann, was und bei wem?

Zentraler Bestandteil der zweiten Therapiestufe einer Leitliniengerechten parodontalen Therapie ist die subgingivale Instrumentierung der erkrankten Parodontien. Inwiefern lokal oder systemisch applizierte Adjuvantien eine relevante weitere Verbesserung der parodontalen Verhältnisse darstellen und die Therapie sinnvoll unterstützen wird in diesem Vortrag von Clemens Walter adressiert.

 

Wissenschaftliches Hauptprogramm

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Clemens Walter, Jörg Meyle, Raphael Borchard, Peter Eickholz, Pierpaolo Cortellini, Henrik Dommisch, Florian Rathe, Christian Graetz

Dritte Stufe der Parodontitistherapie

 Chirurgische Therapiephase: Resektion und Regeneration parodontaler Defekte

Chirurgie – wann, wo und wieso?

Jörg Meyle

Chirurgische Klassiker – Altbewährtes neu gedacht

Chirurgische Verfahren sind ein unverzichtbarer Bestandteil moderner Parodontitistherapie, da sie in vielen Fällen den Erhalt natürlicher Zähne ermöglichen. Die Entscheidungsfindung für die geeignete Technik richtet sich neben den Befunden auch an den vorher definierten Therapiezielen und wird von Raphael Borchard an klinischen Beispielen präsentiert.

Regeneration – wann, wo und womit?

Peter Eickholz: Tiefe Resttaschen bei Knochentaschen (intraalveoläre Komponente ab 3 mm) und bei bukkalem/lingualem Furkationsbefall Grad II gehören zu den Hauptindikationen für regenerative Parodontalchirurgie. Muss deshalb aber jede solche Resttasche unter allen Umständen regenerativ therapiert werden? Und wenn regenerative Therapie sinnvoll erscheint, welche Materialien sind dafür gut geeignet?

Regenerative Chirurgie praktisch umgesetzt

Pierpaolo Cortellini: Advances in regeneration of periodontal intrabony defects and the parallel development of newer biomaterials and novel surgical techniques have significantly changed the prognosis of teeth with increasingly complex defects. Key elements for success are optimal preparation of the patient, control of tooth mobility and endodontic status, application of sophisticated surgery and a stringent supportive periodontal care protocol.

Furkation – ein Problem mit vielen Lösungen

Henrik Dommisch: Molaren mit Furkationsbefall Grad II und Grad III können im Rahmen der stufenweisen Parodontitistherapie eine große Herausforderung darstellen. Ziel der Furkationstherapie ist es, den Furkationsraum zu eliminieren oder zumindest zu reduzieren. Welche Maßnahmen stehen hierfür zur Verfügung? Was kann für die Furkationsgrade II und III empfohlen werden, wenn keine regenerative Therapie indiziert ist?

Chirurgische Furkationstherapie praktisch umgesetzt

Furkationsbefallene Zähne stellen den Behandler immer wieder vor Herausforderungen. Die chirurgische Furkationstherapie ist oftmals indiziert, um die betroffenen Zähne erhalten zu können. Hierbei stehen sowohl regenerative als auch resektive Ansätze zur Verfügung. Die klinische Umsetzung mit Tipps und Tricks für den Praktiker stehen im Fokus dieses Vortrages von Florian Rathe.

Vierte Stufe der Parodontitistherapie

Konzept der unterstützenden Parodontitistherapie

Die UPT – einmal Paro, immer Paro?

Christian Graetz erläutert das Ziel der vierten Therapiestufe: Die Aufrechterhaltung der parodontalen Stabilität bei allen behandelten Parodontitispatienten durch die unterstützende Parodontitistherapie. Mitunter kann sogar noch eine weitere Verbesserung erzielt werden. Dies gelingt aber nur durch kontinuierliche Kontrolle der parodontalen Situation und entsprechend abgestimmte Interventionen. Aber wie lässt sich dies im Detail bewerkstelligen und wo kann man vielleicht noch optimieren? Anhand von Fallbeispielen soll skizziert werden, wie die aktuellen Therapieempfehlungen helfen können die Inhalte der UPT individuell und optimal für jeden Patienten zu gestalten.

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DG PARO-Teamtag

DG PARO-Teamtag

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Dennis Schaller, Nicole Arweiler, Christian Graetz, Raluca Cosgarea

LEITLINIEN IN DER PARODONTOLOGIE

Stufe 1 der Parodontitistherapie – professionelle mechanische Plaquekontrolle

Dennis Schaller: „PMPR während Therapiestufe 1 bedeutet weit mehr als die bloße Entfernung supragingivaler Zahnbeläge: Parodontitispatienten müssen die Bedeutung der Infektionskontrolle verstehen und zur effektiven häuslichen Mundhygiene angeleitet werden. Bereits hier entscheidend sich der Erfolg aller nachfolgenden Therapiestufen.“

 

Stufe 2 der Parodontitistherapie – subgingivale Instrumentierung

Aufgrund einer stetig steigenden Zahl an Parodontalerkrankungen sowie einer immer älter werdenden Gesellschaft ergibt sich ein enorm großer Handlungsbedarf sowohl zur Prävention, Therapie und Nachsorge von Parodontitis. Eine systematische Herangehensweise stellt dabei die Grundlage für eine erfolgreiche Therapie dar. Kürzlich wurden in einer S3-Leitlinie zur umfassenden Parodontitis-Therapie die nicht-chirurgischen, subgingivalen Maßnahmen als Stufe 2 definiert und die in den letzten Jahren stetig weiterentwickelten Therapieansätze kritisch hinterfragt sowie mit evidenz-basierten Statements untermauert. Im Rahmen eines systematischen Therapie-Schemas wird Nicole Arweiler praxisrelevante Fragen zur antiinfektiösen Therapie von parodontal erkrankten Zähnen vorgestellen. Angesichts immer zahlreicherer, antimikrobieller Begleittherapien mit unterschiedlichen Ansätzen und Wirkstoffen wird sie außerdem der Frage nachgehen, wo Grenzen einer rein mechanischen Behandlung liegen und wo es zusätzliche Therapieoptionen gibt.

 

Stufenweise Therapie: Parodontologie mit Konzept

Parodontitis ist eine komplexe Entzündungserkrankung und erfordert eine an den Schweregrad und die Risikofaktoren adäquat angepasste Therapie. Individuelle Maßnahmen der ersten bis dritten Therapiestufen müssen das Entzündungsgeschehen behandeln um die Destruktion des Zahnhalteapparates zu stoppen. Mittels der vierten Therapiestufe wird der Erfolg der vorhergehenden Behandlungen gesichert. Der Vortrag von Christian Graetz soll einen Überblick geben, wie sich verschiedene Interventionen im Einzelfall für eine erfolgreiche Prävention, Prophylaxe und Therapie der Parodontitis in den Praxisalltag integrieren lassen.

 

Stufe 2 der Parodontitistherapie – subgingivale Instrumentierung (Fortsetzung)

Aufgrund einer stetig steigenden Zahl an Parodontalerkrankungen sowie einer immer älter werdenden Gesellschaft ergibt sich ein enorm großer Handlungsbedarf sowohl zur Prävention, Therapie und Nachsorge von Parodontitis. Eine systematische Herangehensweise stellt dabei die Grundlage für eine erfolgreiche Therapie dar. Kürzlich wurden in einer S3-Leitlinie zur umfassenden Parodontitis-Therapie die nicht-chirurgischen, subgingivalen Maßnahmen als Stufe 2 definiert und die in den letzten Jahren stetig weiterentwickelten Therapieansätze kritisch hinterfragt sowie mit evidenz-basierten Statements untermauert. Im Rahmen eines systematischen Therapie-Schemas sollen Im Vortrag von Nicole Arweiler praxisrelevante Fragen zur antiinfektiösen Therapie von parodontal erkrankten Zähnen vorgestellt werden. Angesichts immer zahlreicherer, antimikrobieller Begleittherapien mit unterschiedlichen Ansätzen und Wirkstoffen soll ebenso der Frage nachgegangen werden, wo Grenzen einer rein mechanischen Behandlung liegen und wo es zusätzliche Therapieoptionen gibt.

 

Stufe 3 der Parodontitistherapie – Voraussetzungen, Begleittherapie, Nachsorge, UPT

Im Rahmen der stufenweisen Behandlung der Parodontitis Stadium I-III erfolgt nach der Etablierung einer adäquaten Mundhygiene und Entfernung des supra- und subgingivalen Biofilms und Zahnstein eine Reevaluation des parodontalen Befundes. Somit werden die Stellen mit verbliebenen pathologisch stark vertieften Taschen weiterhin chirurgisch behandelt. In diesem Vortrag wird Raluca Cosgarea die Voraussetzungen, die Indikationen und die Nachsorge für eine erfolgreiche klinische Durchführung der Maßnahmen in Therapiestufe III sowie die dazugehörigen notwendigen Maßnahmen während der unterstützenden Parodontitistherapie (UPT) erläutern.

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Symposien und Hands-On-Demonstrationen

ARPA Symposium

 

Forschung aus der Praxis für die Praxis: „Therapie der Parodontitis im Stadium IV durch kombinierte paro-regenerative und kieferorthopädische Therapie“

CP GABA Symposium

 

Unterstützende Parodontitistherapie – Schlüssel zu Erfolg und Zufriedenheit

Straumann Symposium

25 Jahre Emdogain®

Nobel Biocare Hands-on-Demonstration

GalvoSurge, die neue Methode für eine effektive Implantatreinigung und Rückgewinnung einer bioaktiven Oberfläche für eine erfolgreiche Periimplantitistherapie.

EMS Hands-on-Demonstration

Guided Biofilm Therapy (GBT): Unterstützende Behandlungskonzepte in der PA-Therapie.

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